zurück zur Titelseite (Index - Inhaltsverzeichnis).

            

.

Zur politischen Geschichte des Taunus:

Der Taunus, dessen höchste Erhebung der Große Feldberg mit 880 Meter über N.N. ist, ist der südöstlichste Eckpfeiler des Rheinischen Schiefergebirges. Er wird begrenzt von Rhein, Lahn, Wetterau und Main.

Wohl keltischen Ursprungs, tauchte der Name des Taunus erstmals bei den Römern auf. Die „Civitas Taunensium" hat man in Nida-Hessenheim lokalisiert. Der Feldherr Germanicus spricht während eines Chattenfeldzuges von einem „Mons Taunus", womit wohl der Burgberg von Friedberg gemeint war. Die „Höhe", also der Ostteil des Taunus-Hauptkamms, wurde wahrscheinlich erst unter dem Einfluß der Romantik mit dem Namen „Taunus" belegt. In mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Quellen ist der Name für diesen Bereich des Mittelgebirges nicht zu finden, vielmehr ist die Rede von „Heyrich", „Hairich", „Die Höhe" oder von „Höhengebirge". Erst im 19. Jahrhundert setzte sich die Bezeichnung für den gesamten Raum durch, als der Frankfurter Literat, Sammler und Diplomat Johann Isaac von Gerning mit seinem Gedicht „Die Heilquellen am Taunus" 1813 die römische Bezeichnung verallgemeinerte und in die Umgangssprache einführte. Das Gedicht beginnt:

Taunus! Dir und Deinem Gefild’ ertöne
Preisgesang, im Wonnegefühl des Dankes;
Dir, der Schöpfung Liebling,
der Heilkraft Spender,
Zierde der Landlust.

Älteste kulturhistorische Zeugnisse sind keltische Hügelgräber und Ringwälle. Die Kelten wurden im ersten Jahrhundert vor Christus von der germanischen Völkerwanderung verdrängt bzw. von den Chatten integriert. Nach der Teileroberung Germaniens durch Caesar und nach den Chattenkriegen, 83 - 86 n. Chr. von Dometian geführt, bildete der Limes rund 200 Jahre lang die römisch-germanische Grenze. Noch heute ist er im Taunus auf vielen Strecken gut zu erkennen. Nach dem Fall des Limes 260 n. Chr. hielten die Römer den Rheingau, in dem sie Wein angepflanzt hatten noch lange Zeit. Im 6. Jahrhundert kamen die Franken vom Niederrhein. Wegen seiner Unwirtlichkeit war der zentrale Taunus weitgehend bei der Landnahme ausgespart worden. Die Gaugrafen versuchten das Gebiet zu erschließen. Friedrich Barbarossa griff schließlich auf den Taunus zurück. Nach der Zeit der Deutschen Kaiser des Ersten Deutschen Reiches (1806) war das Gebiet unter kirchliche und weltliche Herrscher aufgesplittert. Später gehörte der Taunus zum Großherzogtum Nassau. Die Nassauer, von Napoleon in den Herzogstand erhoben, hatten immer mehr an Macht gewonnen und herrschten seit 1744 fast über das gesamte Taunusgebiet, bis das Land 1866 zu Preußen und damit später zum Deutschen Reich (1871-1918) kam.


Erklärung für alle in dieser Homepage angebrachten links: Gemäß Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" des  Landgericht (LG) Hamburg erklären wir hiermit ausdrücklich, daß wir  auf  Inhalte gelinkter Seiten  keinen Einfluß haben, für deren Inhalt nicht haften können und uns von  Inhalten gelinkter Seiten die gegen geltendes Gesetz verstoßen distanzieren.

zurück zur Titelseite (Index - Inhaltsverzeichnis)