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Großes Adventskonzert

am 27.11.2010 im Bürgerhaus Seitzenhahn.

 

 

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125-jährigen Gründungsjubiläum 2002

Bilder und Texte stammen aus der Festschrift zum 125-jährigen Gründungsjubiläum 2002.

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Der Gesangverein "Frohsinn 1877"kann im  Jahr 2002, als ältester Verein in Seitzenhahn, auf eine 125-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Eine relativ kurze Zeit im Zeitenlauf, aber ein langer Zeitraum für einen Verein, in dem sich in mehreren Generationen die Geschichte unseres Volkes des vergangenen Jahrhunderts widerspiegelt; Höhen und Tiefen wurden mit- und durchlebt.

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Festveranstaltung am 4. und 5.5.2002 zur 125-Jahrefeier.

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125 Jahre Gesangsverein "Frohsinn" 1877 Seitzenhahn.
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Man schrieb das Jahr 1877, als sich in Seitzenhahn 26 Männer zusammen fanden und einen Gesangverein gründeten. Für die damalige Einwohnerzahl war dies ein beachtlicher Anfang. Die 26 Namen dieser Gründer sind im Kassenbuch, das noch vorhanden ist, festgehalten. Der Verein führte zunächst den Namen ,,Gesangverein Seitzenhahn" und ab März 1886 Gesangverein ,,Frohsinn Seitzenhahn.

Die Vereinsgeschichte der ersten 100 Jahre beruht weitgehend auf mündlicher Überlieferung der Erinnerung der älteren, in den letzten Jahren leider verstorbenen Vereinsmitgliedern, ergänzt durch die noch vorhandenen alten Kassenbücher und die Festrede zum 50jährigen Jubiläum im Jahre 1927. Die Weihe der von den Mitgliedern gestifteten ersten Vereinsfahne erfolgte im Jahre 1895.

Der erste Präsident (Vorsitzende) und Mitbegründer des Vereins war August Krieger, der bis 1880 die Geschicke des Vereins leitete. Der erste Dirigent war der damalige Lehrer der Volksschule, Ludwig Kaiser, der den Verein von der Gründung ab bis 1883 dirigierte. Geübt wurden neben kirchlichen Gesängen bei entsprechendem Anlaß, vor allem Volkslieder und volkstümliche Lieder. Dem damaligen Zeitempfinden entsprechend besang man voller Stolz die Heimat, Volk und Vaterland. den deutschen Wald, die Jagd, den Vater Rhein, die Ehre und Treue, den Mannesmut, selbstverständlich auch die Liebe und das Leid. Es herrschte Frohsinn und Geselligkeit zu allen Anlässen wurde schon damals gesungen. Die Gesangvereine wurden überall Mittelpunkt des dörflichen Lebens. So entwickelte sich auch der Gesangverein Frohsinn" Seitzenhahn bis zum Ausbruch des ersten Weltkriegs im Jahre 1914 zur vollen Blüte und war stets der Träger des kulturellen und geselligen Lebens unserer Heimatgemeinde Seitzenhahn.

Die schweren Zeiten während und zwischen den beiden Weltkriegen wurden durch die immerwährende Bereitschaft der Seitzenhahner Bürger, das deutsche Lied zu pflegen. gut überstanden. Obwohl viele Sangesfreunde aus den beiden Weitkriegen nicht mehr zurückkehrten, fanden sich immer wieder Sänger, die bereit waren, das Vereinsgeschehen neu zu beleben. So konnte der Verein im Juli 1927 sein fünfzigJähriges und im Juli 1952 sein fünfundsiebzigjähriges Jubiläum unter großer Beteiligung befreundeter Vereine feiern. Zu erwähnen ist auch, dass der Verein im Jahre 1926 dem damaligen Untertaunussängerbund beigetreten ist und erstmalig im Mai1927 in Bad Schwalbach an einem öffentlichen Wettstreit teilgenommen hat.

In 1963 startete man einen Versuch als gemischter Chor. Nicht alle Sänger waren von dieser Idee sonderlich entzückt, so dass man nach einiger Zeit wieder als reiner Männer-chor auftrat.

Im Jahre 1977 konnte der Gesangverein - nunmehr endgültig mit einem gemischten Chor - unter bemerkenswerter Beteiligung der Einwohner des Stadtteils Seitzenhahn der noch jungen Stadt Taunusstein ein herrliches 100jähriges Jubiläumsfest begehen. Das seinerzeitige Engagement aller war bewundernswert.

Die dreitägigen Feierlichkeiten vom 17. bis 19 Juni fanden in der Reithalle statt, die hierfür mit erheblichem Aufwand hergerichtet wurde, so mit der kompletten Auslegung eines extra organisierten Holzfußbodens. Eine große Anzahl Gastvereine der näheren und weiteren Umgebung gaben sich in Seitzenhahn ein Stelldichein. Die Chorklänge und die Weisen der Original Bayern aus Grafenwiesen in Oberkrainer Besetzung erschallten vom Hügel über den Ort. Mit Nostalgie und fast ein wenig Wehmut muß der Chronist bekennen, dass die Feiern für den Verein ein einmaliges Erlebnis darstellten und bei den in den letzten 25 Jahren erfolgten gesellschaftllchen Veränderungen und Entwicklungen gegenwärtig nicht mehr wiederholbar wären. Erfreulich war auch, dass man viele Seitzenhahner Neubürger als Sängerinnen und Sänger und noch mehr als neue Vereinsmitglieder gewinnen konnte.

In 1978 wurde dem Verein durch Urkunde des Herrn Bundespräsidenten die Zelter-Plakette verliehen.

Da die erste Vereinsfahne aus dem Jahr 1895 so verschlissen war, daß sie in der Öffentlichkeit nicht mehr gezeigt werden konnte entschloss sich der Verein, auch aufgrund des finanziellen Polsters aus dem Jubi- läumsfest, eine neue Vereinsfahne als getreue Wiedergabe der alten Vereinsfahne in Auftrag zu geben. Die neue - alte - Fahne wurde in einem Festakt am 7. Juli 1979 im Saal des Vereinslokals Bodenheimer geweiht.

Das in 1987 vorgesehene 110jährige Bestehen musste wegen mangelnder Räumlichkeiten für eine entsprechende Veranstaltung nach bereits eingeleiteten Vorbereitungen abgesagt werden.

Nachdem in 1992 das neue Bürgerhaus Seitzenhahn eingeweiht werden konnte, standen auch Räumlichkeiten für ein festliches Chorwochenende zum ll5jährigen Bestehen zur Verfügung. Dieses wurde vom 23. bis 25. Oktober 1992 mit befreundeten Chören in guter Stimmung begangen.

Seit 1992 probt der Chor einmal wöchentlich im neuen Bürgerhaus. Ein weiterer Höhepunkt des Vereinslebens der jüngeren Zeit war das Benefiz-Konzert am 11. Mai 1996 aus Anlass der 5Ojährigen Dirigententätigkeit unseres langjährigen Chorleiters Kurt Busch, mit dem viele sängerische Erfolge erzielt werden konnten.

Herr Busch ?  trat Mitte 1999 aus Alters- und Gesundheitsgründen als Dirigent zurück.

Mit Bernd Ottersbach konnte man einen jüngeren Nachfolger engagieren, der sich ganz der Musik verschrieben hat und mit dem der Chor trotz der bekannten Nachwuchssorgen in eine hoffentlich gute, friedvolle und erfolgreiche Zukunft gehen kann, in der allerdings die Gesangvereine nicht mehr so der Mittelpunkt Im dörflichen Vereinsleben wie noch vor rund 100 Jahren sein werden.

Werner Schmidt (Schriftführer)

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Chorproben finden dienstags im Bürgerhaus von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr statt.

Schauen Sie doch mal rein.
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